Rezension Gedächtnistraining - nie wieder vergesslich

Die Managementtrainerin für gehirngerechtes Arbeiten und Lernen Gabriele A. Forster hat eine detaillierte Rezension zu meinem Buch »Gedächtnistraining - Nie wieder vergesslich«, erschienen im Verlag C. H. Beck, München, geschrieben.

Die folgende Rezension erschien im socialnet - das Netz für die Sozialwirtschaft:

Buch Gedächtnistraining

Die Inhalte des Buches drehen sich um das Gedächtnistraining.

Jens Seiler, Jahrgang 1966, hat sich aufgrund einer körperlichen Beeinträchtigung dem Thema Denken verschrieben und es so zu einer seiner Stärken gemacht. Er hält mehrere Weltrekorde im Bereich Gedächtnistraining und Schnellrechnen.

Wie alle Bücher der Beck kompakt-Bücher liegt auch dieses Buch im Kleinformat für die Tasche vor. Nach einem 2-seitigen Vorwort und einer 9-seitigen Einführung folgen Übungen zu verschiedenen Merk-Problemen. Am Kapitelende befindet sich jeweils eine Zusammenfassung mit den wichtigsten Informationen des Kapitels unter der Rubrik »Auf den Punkt gebracht«.

Inhaltsverzeichnis des Buches Gedächtnistraining

Einführung

Basis der Gedächtniskunst

Zahlenproblematik

Der Zahl das Abstrakte nehmen

Ersatzwortmethode

Namen und Gesichter

Loci-Routen

Texte wiedergeben - Reden halten

Wohnungsmethode

Major-System

Tabellen - Formeln - Wegbeschreibungen - Abkürzungen

Geschichtsmethode

Gimmeck uvm.

"Gedächtniskunst zum Angeben"

In der Einführung beschreibt der Autor kurz die heutige Gedächtnis-Situation vieler Menschen und deren Ursachen.

Das erste Kapitel »Die Basis der Gedächtniskunst« beginnt mit einem kurzen Überblick über die Geschichte der Mnemotechniken. Im Anschluss werden vier Regeln erläutert, denen Assoziationen unterliegen: eigene Erlebnisse, reale Gegenstände, ungewöhnliche Dinge und wiederkehrende Muster.

Das zweite Kapitel widmet sich der Zahlenproblematik. Da Zahlen abstrakt sind, gehören Sie zu den Informationen, die sich schwerer merken lassen. Wandelt man abstrakte Informationen in Bilder um, so erhöht das die Merkfähigkeit enorm.

Im nächsten Kapitel beschreibt Jens Seiler die, wie er selbst schreibt, zunächst kompliziert erscheinende Ersatzwortmethode zum Merken von Wortinformationen wie Fremdwörtern, Eigennamen und Vokabeln.

Im Folgenden stehen Namen und Gesichter im Vordergrund. Hier besteht nach Jens Seiler die Schwierigkeit darin, dass vier Denkprozesse gleichzeitig ablaufen und ein fünfter beginnt.

Nun beginnt Jens Seiler Zuordnungen über die bekannte Loci-Route zu nutzen. Dargestellt wird diese Technik an den Sieben Weltwundern der Antike, den neun olympischen Musen, Hauptstädten und Bundesländern.

Das Kapitel »Texte wiedergeben - Reden halten« stellt dar, wie die Zuordnungsmethode für diesen Zweck eingesetzt wird, um auch bei Reden den roten Faden zu behalten.

In Checklisten, Einkaufszettel & Co. - die Wohnungsmethode - werden die erwähnten Informationen in einer Wohnung abgelegt.

Zahlen werden zu Wörtern erweitert die zehn Zahlenbilder des ersten Kapitels auf 100 Bilder mit Hilfe des Major-Systems und stellt dar, wie man sich damit die Jahreszahlen und Austragungsorte der Olympsihen Winterspiele und die Artikel des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland merken kann.

Die folgenden beiden Kapitel beschreiben, wie Tabelleninhalte, Formeln, Wegbeschreibungen und Abkürzungen angegangen werden können.

Als letzte Methode wird noch das Verknüpfen von Informationen mit Hilfe von Geschichten dargestellt. Das Einprägen von Einkaufszetteln, Bundespräsidenten, Bundeskanzlern, Kulturepochen, die neun Musen werden auf diese Art dargestellt.

Das Kombinieren der Methoden anhand des Beispiels Planetensysteme bildet den Abschluss des Methodeneinsatzes.

Ergänzend folgt ein kurzer Abriss wie wissen vom Kurzzeit- in den Langzeitspreicher bebracht wird.

Ein nettes Gimmick stellt das Kapitel »Ihr großer Auftritt: Gedächtniskunst zum Angeben dar, das zeigt, wie man mit Karten und Binärcodes seine Umgebung beeindrucken kann.

Das »SEM3-System: die hohe Schule der Gedächtniskunst« beschreibt das Verbildern von Zahlen zwischen 1000 und 9999.

Jens Seiler stellt die Mnemotechniken mit einfachen überschaubaren Beispielen vor, so dass der Leser diese neuen Informationen in bekannte einhängen kann. Er stellt Schritt für Schritt die Herangehensweise dar und erweitert anschließend die Systeme. Letztendlich lernt der Leser, wenn er denn die Disziplin besitzt, all diese Übungen zu machen, wie er sich Informationen dauerhaft einprägen kann. Am Buch wird es nicht scheitern. Ob der Leser die Beispiele selbst nachvollzieht und die verwendeten Bilder übernimmt oder sich neue kreiert, wird vermutlich stark davon abhängen, inwieweit die genannten Beispiele den Leser ansprechen. Möchte man wissen, wie Mnemotechniken funktionieren, so ist man mit diesem preiswerten Buch gut aufgehoben. Möchte man die Mnemotechniken erlernen, so entscheidet über den Erfolg, ob die genannten Beispiele einen Lernreiz setzen, der stark genug ist, um den Aufwand zu betreiben. Empfindet man die Beispiele als nicht so ansprechend, so ist eine relativ große Disziplin notwendig, sich durch das Buch zu arbeiten.

Dieses kleine Büchlein beschreibt in komprimierter Form die einfache Anwendung von Mnemotechniken auf viele Informationen der Allgemeinbildung. Der Transfer der Technik auf umfangreichen vernetzten Stoff in Schule, Studium und Beruf bleibt dem Anwender überlassen. Wichtig zu erwähnen ist: Das beste Buch zum Gedächtnistraining ist, das, das man nicht nur liest, sondern auch anwendet.

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